Rohrkrepierer Jamaika

Besser nicht regiert, als schlecht regiert!“

Das war die kernige Aussage einer Partei, die nun das aussprach, was sie von vornherein beabsichtigt zu haben schien.
Nach einer vierwöchigen, rund um die Uhr Verhandlungsphase,  kam die sinngemäße Aussage „Wir wollen nicht mehr länger die Verantwortung für ein Papier tragen, das wir selbst mit ausgehandelt haben.“
In vollem Bewusstsein über die Auswirkung dieser gut vorbereiteten Aussage, ließ die FDP die Bombe platzen und damit weitere Verhandlungen scheitern.

Im Nachhinein muß man sich natürlich die Frage stellen, ob die Zusammensetzung  der Sondierer die Richtige war. Warum muß jede Partei mit einem derartigen Troß zu den Gesprächen anreisen?
Das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ hat auch in der Politik seine Daseinsberechtigung. Hätten nicht die Parteiführer mit jeweils einem Vertreter ihre Interessen in die Verhandlung einbringen können?
War es sinnvoll, dass jedes Delegationsmitglied ständig seinen Senf dazugeben  musste? Jeder versuchte krampfhaft ein Reporter-Mikrofon oder eine Fernsehkamera zu erwischen.

Auch wenn gewählte Politiker immer wieder gebetsmühlenartig betonen, in erster Linie für das Volk und für die eigenen Anhänger tätig zu sein, haben die gesamten Verhandlungen während der vierwöchigen Schnupperphase eindeutig die Prioritäten aller beteiligten Politiker aufgezeigt.
An erster Stelle steht in der Regel die Eigendarstellung und die eigene Karriere, ein möglicher Vorteil für die jeweilige Partei nimmt stets die zweite Stelle ein.
Erst wenn diese Punkte befriedigt sind, beginnt der Politiker über seine Verantwortung gegenüber dem Wahlvolk nachzudenken.

Zu dieser Behauptung gibt es zwei eindeutige Beispiele

Nach Betrachtung des gesamten Sondierungsablaufs drängt sich der Gedanke auf, dass die Lindner-Partei ganz gezielt ein Revanche-Foul an der Kanzlerin geplant hatte. Mit der eigenen 10%-Partei können Lindners ehrgeizige Ziele innerhalb einer vier Parteien Regierung nicht entsprechend umgesetzt werden. Da ist es für ihn schon besser, im Schoß der Opposition als zielsicherer Heckenschütze zu fungieren, um so langsam aber sicher die Festung einzunehmen.
Bei ihm sitzt der Stachel der Enttäuschung, über die für ihn verlorene Bundestagswahl 2013, noch sehr tief.

Explosionsgefahr

.Jetzt ist die Martin Schulz Partei, als Partei mit dem zweitbesten Ergebnis der letzten Bundestagswahl aufgerufen, ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen und sich an der Regierungsarbeit zu beteiligen.
Leider steht auch hier wieder eine beleidigte Leberwurst an der Spitze der Partei. Er kann es einfach nicht verkraften, von seinen Parteifreunden als der Messias gefeiert worden zu sein, um dann bei den Wählern die bisher größte Schlappe seines Politiker Daseins hinnehmen zu müssen.
Derzeit sitzt er in seiner Schmollecke und erfreut sich, unter Begleitung zynischer Kommentare, an jeder Panne, die seiner politischen Widersacherin widerfährt.

Wer jetzt noch ernsthaft glaubt, unsere geschäftsführende Kanzlerin würde mit ihrer Politik die Menschen in die Arme der AFD treiben, der wird heute eines besseren belehrt. Auf diesem Gebiet befinden sich unsere Parteien allesamt in einer sehr gut funktionierenden Koalition und das ohne vorherige Sondierungsgespräche.
Wenn unsere Politiker so weiter wurschteln, wird es bald nur noch die neue, große Volkspartei mit dem Namen AFD geben.

Es lebe die Demokratie und unsere selbstlosen Politiker!

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