BonBon 2020

Unsinn des Jahres

Ich freue mich wahnsinnig auf das kommende Jahr 2020.
Endlich ist es nach Meinung unserer Korinthenkacker und Erbsenzähler gelungen, auch die letzten Steuerschlupflöcher, aller Einzelhändler, die mit einem Registrier Kassensystem arbeiten, durch eine Bon Ausgabepflicht zu schließen.
Wer so etwas annimmt, befindet sich auf dem Holzwege, er sollte öfter mal selbst zum Bäcker, Metzger oder zum Wochenmarkt gehen.
Unser Verkaufspersonal ist doch in der Regel schon lange auf eine elektronische Registrierkasse angewiesen. Wer ist denn heute noch in der Lage, ohne Kasse den Preis für  zwei unterschiedliche Artikel im Kopf zu ermitteln, oder gar das richtige Rückgabegeld zu errechnen.
Der Umsatz ist in jedem Fall nachweisbar registriert. Warum muss denn dann noch dem Kunden ein Stück Papier aufgezwungen werden, obwohl er es überhaupt nicht haben möchte und auch nicht nehmen muss?
Welch fiskalische Beweiskraft hat ein Kassenbon, der im Müll oder in der Tasche der Kunden landet?

Seltsamerweise bleiben Kleinstunternehmer und Schausteller von diesem Bürokratenirrsinn unberührt, weil sie ein offenes Kassensystem (Hosentasche) praktizieren. Wenn unsere Regierung meint, noch nicht genug Steuern abzocken zu können, besteht doch gerade bei dieser Gruppe die Möglichkeit der Steuermanipulation.
Allerdings wird dieses heiße Eisen nicht gerne aufgegriffen.
Ich möchte bei meinem nächsten Weihnachtsmarkt-Besuch  einmal erleben, dass zu jeder Glühweinbestellung ein Bon ausgegeben werden müsste, oder jede Bratwurst in einen Kassenbon gewickelt würde.

Um mich gründlich auf die neue Gesetzgebung vorzubereiten, habe ich mir als Verbraucher bereits jetzt einige Umzugskartons beschafft, um meine Einkaufbons numerisch zu sammeln, um sie am Ende des Jahres dem Finanzamt zur Verfügung zu stellen. Es wäre schade, wenn wir unsere Staatsbeamten nicht in ihrer Kontrollfunktion unterstützen würden.

Mir ist jetzt endlich auch klar geworden, warum sich bei unserem Finanzminister ein permanentes Grinsen im Gesicht etabliert hat. Meine Mundwinkel wären auch ständig im oberen Bereich, wenn ich mich mit derartigem Pipifax beschäftigen müsste.

Abstecher in die Vergangenheit

Nach monatelanger Auszeit möchte ich mich heute wieder einmal zu Wort melden, nicht als Nörgeler, sondern als glücklicher Vater und Opa, dem ein Herzenswunsch von seinen Kindern erfüllt worden war.
Mein 75. Geburtstag wurde zum Anlass genommen, Oma und Opa eine Reise nach Andalusien zu spendieren, in die Region, in der wir von 1995 bis 2004 bereits 10 glückliche Jahre unseres Lebens verbringen durften.
Nach Einschätzung unserer Nachkömmlinge konnten wir ntürlich diese gewaltige Reise nicht ohne Aufsicht und Betreuung antreten. Unter dem Vorwand, endliche einmal mehr Zeit mit uns verbringen zu wollen, bekamen wir einen männlichen und einen weiblichen Begleitschutz. „Abstecher in die Vergangenheit“ weiterlesen

Kurztrip an den Bosporus

Istanbul ist eine Reise wert!

                                                          Galata-Brücke bei Nacht!
                   Oberhalb: Straßenverkehr und eine Menge Angler, unterhalb: diverse Lokale

Wie bereits im Vorjahr hat auch diesmal der jüngere Teil meiner Familie den Wonnemonat Mai dazu genutzt, gemeinsam mit meiner Frau und mir als Kulturbanausen, zu einem Kurzurlaub in die türkischen Kleinstadt Istanbul, (mit knapp über 15 Millionen Einwohner) zu starten.
Ich kann nur jedem empfehlen, der eigentlich regelmäßig die allseits beliebten türkischen Badeorte mit seiner Anwesenheit beglückt, unbedingt auch einmal ein paar Tage für Istanbul, der Stadt, welche die Nahtstelle  zwischen Europa und Asien bildet, einzuplanen.
Neben den unzähligen Sehenswürdigkeiten wie z.B. der blauen Moschee mit ihren 6 Minaretten, dem Topkapi Palast aus dem 15. Jahrhundert und der Hagia Sophia, einem Museum innerhalb einer byzantinischen Basilika gibt es weitere, zahlreiche Orte, über die man nur staunen kann.
Istanbul, das ehemalige Konstantinopel, ist mit seinen Kulturschätzen jederzeit eine Reise wert.

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Julia und der böse Wolf

Lieber Tier- und Menschenfreund,

ich als gesunder und bissfreudiger Wolf war vor einigen Monaten hoch beglückt  festzustellen, mit welch großer Freude ihr Menschen meine vorsichtige Annäherung an eure Heimat zur Kenntnis genommen habt. Eure Reaktion hat mich schon einigermaßen erstaunt gemacht, wo ihr doch einst meine Vorfahren mit Stumpf und Stiel ausgerottet habt. Aufgrund dieser Tatsache hatte ich natürlich nicht mit einer derart vielversprechenden Integrationschance gerechnet. Selbstverständlich habe ich diese Chance genutzt, meine Familie nachgeholt und die frohe Kunde unter meinen Artgenossen verbreitet.

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Jogis Faschingsstreich!

 

Bundestrainer Joachim Löw setzt seinen Jugendstil fort – und wird dafür belohnt. Süle, Kimmich und Gnabry stehen für das Team der Zukunft. „Es sind Spieler, die dauerhaft das Gerüst bilden können.“

Dieser Artikel war bereits am 17.11.2018 der Abendzeitung und in Focus-Online zu lesen. Weshalb also heute diese Aufregung in den deutschen Medien über einen Austausch der Akteure?

Nachdem sich eine große Zahl der deutschen Medien über eine sicherlich nicht leichtfertig getätigte Entscheidung unseres Fußball-Jogis hinreichend in jeder Richtung aufgeregt hat, möchte auch ich meinen Senf dazugeben.
Was ist eigentlich so Ungeheuerliches passiert?
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