Medien Fusion

 

Nichts als die Wahrheit!

Wie wir aus zuverlässiger Quelle in Erfahrung bringen konnten, stehen die derzeit einflußreichsten Verlagshäuser „Stern, Axel Springer  und Postillon“ kurz vor einer vielversprechenden Fusion in Form einer gemeinsamen Tageszeitung.
Diese drei Marktführer zählen unter den Journalisten zu den bedeutendsten deutschsprachigen Leitmedien unserer Zeit.

Das angestrebte Ziel dieser Gruppe wird es sein, aktuelle und bereits gründlich recherchierte Alternativ-Wahrheiten ihren Lesern schneller als bisher näher zu bringen. In den letzten Jahren hat sich insbesondere der Postillon mit dieser Art der Berichterstattung hervorgetan. Es ist daher verständlich, dass dieser Umstand bei einer neuen Namensgebung Berücksichtigung finden musste.
So wird die neue Zeitung in Kürze unter Federführung des Postillon Verlagshauses, mit dem klangvollen Namen „FakePost“ medienwirksam auf den Markt geworfen, nachdem der ursprünglich geplante Name „Postbist“, Mix aus Postillon, Bild und Stern keinen Anklang fand.

Insbesondere der Stern wird in erheblichem Maße von diesem Zusammenschluß profitieren, da der Wochenzeitung in den letzten zwanzig Jahren mehr als 50% ihrer Leser abhanden gekommen sind. Dieser gravierende Leserschwund soll nun durch die rasant ansteigende Zahl der Postillon Anhänger kompensiert werden.
Allerdings wird es den Stern Mitarbeitern nicht immer leicht fallen, sich der lockeren und für jedermann verständlichen Berichterstattung ihrer künftigen Kollegen anzupassen.
Von Fachleuten wird schon jetzt befürchtet, dass der bisherige Chefredakteur des Stern, Hans Ulrich Jörges, künftig seine geistigen Ergüsse auch noch als Postillion hinausposaunen möchte. Das zu verhindern, hat höchste Priorität bei der künftigen Führung.
Trotzdem besteht Übereinstimmung in der Ansicht, dass der vorgesehene Zusammenschluß sicherlich keinerlei Schwierigkeiten bereiten wird, da der journalistische Stil in den drei Verlagshäusern bereits heute in ähnliches Form vorgegeben wird.

Neben dem Stern wird sich auch die Bild Zeitung, die sich seit Jahren in einem Schrumpfungsprozeß befindet, mit ihren drei festangestellten Redakteuren und ihren derzeit 585.000 Leserreportern, freudig in die neue Mediengruppe integrieren. Die noch vorhandenen Bildleser werden sehr glücklich sein, sich endlich nicht mehr über die stilvollen Berichte und  kunstvoll getürkten Bilder der Leserreporter ärgern zu müssen.

Zur Vervollständigung ihrer Angebotspalette hat die neue Meinungsbildungsfraktion Gastbeiträge der Nischenplayer Twitter und Facebook ins Auge gefasst.
Erste Gespräche mit bekannten Politikern aus dem In- und Ausland haben nach neusten Verlautbarungen erfolgreich stattgefunden. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Leser von „FakePost“ zukünftig noch umfassender über geheime Unterlagen aus dem Bundestag, aus Fraktionssitzungen und aus Kreisen der Staatsanwaltschaft zügig informiert werden.

Auch aus dem Weissen Haus in Washington sind Neuigkeiten zu vernehmen. Der dortige Twitter Chefredakteur und seine gesamte Administration bestehen darauf, durch die Veröffentlichung der täglichen Präsidentenklopse, das neue Blatt auf unterhaltsame Weise zu bereichern.
Schließlich muß anerkannt werden, dass die ersten Alternativen Wahrheiten dem dortigen Regierungssitz entsprungen sind.

Zusätzlich kann sich der interessierte Leser nun auch besser als bisher über das beliebte Volksmedium Facebook informieren, was es Unwichtiges aus seiner Nachbarschaft und seinem Freundeskreis zu berichten gibt. Endlich kann er sich mittels Foto über die Ernährungsweise seiner Freunde (die er nur in den seltensten Fällen kennt)  informieren, damit er zum nächsten öffentlichen Party-Aufruf auch das Richtige auf den Tisch bringen kann.

Die neue Tageszeitung wird mit Spannung erwartet, ihr steht ganz sicher eine goldene Zukunft bevor!

 

 

 

 

 

 

 

 

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