Ein Haufen Buntes!

Die Würfel sind gefallen!

Hurra, es ist endlich vollbracht!
Traurigerweise hat es ganze fünf Monate gedauert, bis sich eine neue Zweckgemeinschaft zusammengerauft hat, unser Land für die nächsten 3 1/2 Jahre zu regieren.
Dabei spielte das Wahlergebnis unserer Bundestagswahl vom 24.9.2017 nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Zusammensetzung unseres neuen Bundestages wurde allein durch ein herbeigezittertes 66%iges Votum von ca. 362.000  stimmberechtigten SPD Mitgliedern abgesegnet und beschlossen. Diesen rund 239.000 Peoples haben wir unsere neue Regierung zu verdanken.

Es ist schon verwunderlich, dass die ursprünglich abgestraften Volksparteien, von der eine Partei freiwillig in die Opposition verschwinden wollte, sich wieder gemeinsam zu einer Regierungsbildung aufraffen konnten.
Um das zu erreichen, musste allerdings zuerst wie auf einem türkischen Basar getrixt und gefeilscht werden. Die erste Amtshandlung bestand darin, den mit 100%iger Zustimmung gewählten Würselener Parteichef, der die in ihn gesetzten Erwartungen in keinster Weise erfüllen konnte, zu exekutieren und durch eine im Hinterhalt lauernde Kampfdrohne zu ersetzen.
Als weitere Voraussetzung für eine evtl. Regierungsbildung galt der Austausch der im Vorgängerkabinett tätigen „Schwarzen Null“ gegen eine „Rote Null“
Um endlich zu einer neuen Regierung zu kommen, opfert man natürlich gerne ein so bedeutungsloses Amt wie das Finanzministerium!

Im Falle einer Weigerung wären die Koalitionsverhandlungen mit Sicherheit geplatzt und alle, die Kanzlerin eingeschlossen, hätten ihre schönen Pöstchen verloren. Wer das als Erpressung bezeichnet, kennt sich im normalen politischen Geschehen nicht aus. Hier bedeutet ein solcher Kuhhandel „erfolgreiches verhandeln“

Zum Ende dieser Woche  sind nun endlich die Besetzungen der letzten SPD-Ministerposten offiziell bekannt gegeben geworden.

Der derzeitige Parteiführer teilte im Einklang mit der Fraktionschefin der versammelten Presse freudestrahlend mit, heute eine Mannschaft von Teamplayern vorstellen zu können, die alle an einem Strang ziehen werden.
Eine besondere Qualifikation für ein Amt scheint nur noch zweitrangig zu sein, vordergründig wird bei der Postenvergabe die Parteisolidarität bewertet.
Besonders stolz wurde die Einhaltung der vorher zugesagten Parität zwischen Männlein und Weiblein hervorgehoben. Bei der derzeitigen Entwicklung kann es eigentlich nicht mehr lange dauern, bis auch für Schwule und Lesben im Parlament eine Quotenregelung eingeführt werden muß. Wer sonst soll schließlich deren Interessen vertreten?

Mir persönlich ist es völlig schnurz, ob eine Regierung sich aus Männlein, Weiblein, Schwulen, Lesben oder Transgender zusammensetzt. Für mich ist nur wichtig, dass ein Politiker für seine Augabe eine fachliche Voraussetzung mitbringt und seine Motivation nicht nur auf seinen persönliche Vorteil, oder auf die Interessen seiner Partei ausgerichtet ist.

 

Kommentar verfassen