Corona Wahl

 

Einigkeit und Recht und Freiheit, für das deutsche Vaterland

Ein frommer Wunsch!

Ich denke nicht, dass dieser Einführungstext in unsere Nationalhymne derzeit noch seine Berechtigung hat!

Wir sind zwar seit 1990 ein vereintes Deutschland, aber einig sind wir uns weder in den alten- noch in den neuen Bundesländern. Es hat nicht unbedingt einer Pandemie bedurft, um das klar und deutlich aufzuzeigen. Allerdings sollte uns das Impfchaos die Augen geöffnet haben, was Uneinigkeit bedeutet.

Über meine derzeitigen Grundrechte möchte ich eigentlich überhaupt nicht nachdenken. Die werden regelmäßig der Inzidenzzahl und meinem Aufenthaltsort angepasst. Ich hoffe, dass mir zumindest mein Recht auf Leben erhalten bleibt und durch eine baldige Impfung unterstützt wird.
In meinem Alter genieße ich das Recht, insgesamt vierzehn FFP2 Masken fast kostenlos vom Staat zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Ich darf sie auch tragen, so lange ich möchte. Allerdings muss ich mich auch hier täglich in Rundfunk und Presse darüber informieren, in welcher Region ich mich wie zu verhalten habe.
Viele Mitbürger regen sich momentan lauthals über die Beschneidung ihrer Grundrechte im derzeitigen Lockdown auf. Die gleichen Leute sorgen aber durch ihr Verhalten dafür, dass den Regierenden überhaupt keine andere Wahl bleibt.

Ein Anspruch auf Freiheit soll es nach der Vorstellung des Lindner-Jüngers Kubicki, nur für die Privilegierten des gegen Corona geimpften Personenkreises geben. Die Personen, die gerne geimpft werden möchten, aber aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht geimpft werden können, behalten weiter ihren Freiheitsentzug.
Für Impfgegner ist demnach Dunkelhaft vorgesehen, aber natürlich ist keine Impfflicht geplant, jeder kann schließlich selbst entscheiden, oder?

Meines Erachtens hat sich die Pandemie einen äußerst ungünstigen Zeitpunkt für ihr Auftreten ausgesucht. Mir persönlich macht der Wahlkampf, in dem wir uns ja leider befinden, mehr zu schaffen als die Pandemie selbst.
Die Regierungsparteien versuchen krampfhaft ihre bisherigen Fehler mit Geldzuwendungen zu übertünchen, wobei auch bei einigen die eigenen Hosentaschen nicht vergessen werden. Es ist immer leicht, fremdes Geld mit vollen Händen zu verteilen.
Die Opposition hat Blut geleckt und hofft, die umfangreichen Pannen beim Impfmanagement zu ihren Gunsten ausschlachten zu müssen um kurzfristig selbst an die Fleischtöpfe kommen zu können und drischt auf alles ein, was sie selbst mitbeschlossen hat.

Unser Wumm und Bazooca-Minister überrascht uns immer wieder damit, wie er regelmäßig neue Milliarden aus seinem Hut zaubert, als gäbe es kein Morgen.
Auch unsere 16 Landesfürsten und nicht zu vergessen innen, entdecken plötzlich ihre ungeahnten Möglichkeiten, der Regierung einmal so richtig den Marsch blasen zu können. Alles was gut läuft (und das ist recht wenig) haben sie selbst vorgeschlagen, alles was in die Hose geht, hat die Regierung verkackt. Jetzt ist endlich die Gelegenheit sich richtig vor dem Wähler zu profilieren, glauben sie.

Allerdings hört man seit Monaten bei jeder Diskussion immer nur das gleiche Genörgel, ansonsten herrscht völlige Ratlosigkeit.
Ich habe das Gefühl, dass es den Politikern allgemein erst in zweiter Linie um eine wirksame Bekämpfung der Pandemie geht. Viel wichtiger ist für sie, ihre Partei und damit sich selbst in die richtige Position für die nächste Landtags-/Bundestagswahl zu bringen.
Was wäre gewesen, wenn alle Wahlen bis zum Ende der Pandemie verschoben worden wären ?

Nach meinem Dafürhalten sollte sich unsere gemeinsame Kraft nur darauf konzentrieren, Impfstoff in Deutschland und der übrigen EU herzustellen und 24 Stunden am Tag impfen, impfen, impfen!
Testen beruhigt, macht aber nicht immun.

Danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand

 

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