Corona Wahl

 

Einigkeit und Recht und Freiheit, für das deutsche Vaterland

Ein frommer Wunsch!

Ich denke nicht, dass dieser Einführungstext in unsere Nationalhymne derzeit noch seine Berechtigung hat!

Wir sind zwar seit 1990 ein vereintes Deutschland, aber einig sind wir uns weder in den alten- noch in den neuen Bundesländern. Es hat nicht unbedingt einer Pandemie bedurft, um das klar und deutlich aufzuzeigen. Allerdings sollte uns das Impfchaos die Augen geöffnet haben, was Uneinigkeit bedeutet.

Über meine derzeitigen Grundrechte möchte ich eigentlich überhaupt nicht nachdenken. Die werden regelmäßig der Inzidenzzahl und meinem Aufenthaltsort angepasst. Ich hoffe, dass mir zumindest mein Recht auf Leben erhalten bleibt und durch eine baldige Impfung unterstützt wird.
In meinem Alter genieße ich das Recht, insgesamt vierzehn FFP2 Masken fast kostenlos vom Staat zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Ich darf sie auch tragen, so lange ich möchte. Allerdings muss ich mich auch hier täglich in Rundfunk und Presse darüber informieren, in welcher Region ich mich wie zu verhalten habe.
Viele Mitbürger regen sich momentan lauthals über die Beschneidung ihrer Grundrechte im derzeitigen Lockdown auf. Die gleichen Leute sorgen aber durch ihr Verhalten dafür, dass den Regierenden überhaupt keine andere Wahl bleibt. „Corona Wahl“ weiterlesen

Julia und der böse Wolf

Lieber Tier- und Menschenfreund,

ich als gesunder und bissfreudiger Wolf war vor einigen Monaten hoch beglückt  festzustellen, mit welch großer Freude ihr Menschen meine vorsichtige Annäherung an eure Heimat zur Kenntnis genommen habt. Eure Reaktion hat mich schon einigermaßen erstaunt gemacht, wo ihr doch einst meine Vorfahren mit Stumpf und Stiel ausgerottet habt. Aufgrund dieser Tatsache hatte ich natürlich nicht mit einer derart vielversprechenden Integrationschance gerechnet. Selbstverständlich habe ich diese Chance genutzt, meine Familie nachgeholt und die frohe Kunde unter meinen Artgenossen verbreitet.

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Ein tierisches Geschäft

Zwiegespräch mit Pferd, Hund, Katze, Goldfisch und anderen!

Zu Beginn der Woche fand ich in meinem Briefkasten einen professionell aufgemachten, mehrseitigen Flyer.
Da ich von Natur aus sehr neugierig bin und der Flyer von einer in meiner unmittelbaren Nähe wohnenden Nachbarin stammte, habe ich mir die Sache einmal näher betrachtet.

Mein Erstaunen war riesig, als sich die besagte Person mit Hilfe des Flyers als Tierkommunikatorin und als Schamanische Beraterin outete. Ihr Ziel sei es, ihren Mitmenschen das Verständnis für ihre Haustiere und das richtige Verhalten zwischen Mensch und Tier näher zu bringen.
Sie behauptet doch tatsächlich, aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten mit meinen Haustieren ein Gespräch führen zu können, wenn ich ihr dafür den Auftrag geben würde.
Auch wenn ein Tier bereits verstorben ist, stellt dieser Umstand  kein Hindernis für eine gelungene Konversation dar.

Schau mir in die Augen Kleine!

Es war zwar schon seit langem mein innigster Wunsch zu erfahren, was mein Hund von mir hält und was ich noch Gutes für meinen Goldfisch tun könnte.
Jetzt habe ich endlich die Chance, mir meinen Wunsch zu erfüllen.
Aber andererseits laufe ich Gefahr, dass mein Hund mich gegenüber einer fremden Person auf das übelste beschimpfen könnte und mein Goldfisch sich als Rassenhasser entpuppt, der künftig nicht mehr gemeinsam mit dunkelhäutigen Schwertträgern in einem Aquarium schwimmen möchte.

In einem solchen Fall kann ich nur hoffen, dass meine als Dolmetscherin fungierende Tierkommunikatorin mich dann auch wirklich mit der ungeschminkten Wahrheit konfrontiert.
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Die roten Muschis

 

Wahre Verhandlungskünstler!

Beendigung der Sondierungs-Gespräche

Als Verehrer des Kölner und des Mainzer Karnevals darf ich hiermit feststellen, dass sich derzeit, knapp einen Monat vor dem Höhepunkt des jährlichen Karnevaltreibens, eine neue närrische Truppe etabliert, die alle übrigen Vereine weit in den Schatten stellt.
Unter dem Namen „die roten Muschis“ gegründet, strapazieren sie derzeit unser aller Nerven.

Ausgehend von der Überzeugung der deutsche Messias zu sein, träumte der jetzige Karnevals-Präsident Martin noch vor drei Monaten davon, sehr bald die Berliner Hexe von ihrem Thron stoßen zu können, um dann zum gerechten Wohltäter des Landes zu werden. Diese Vorstellung zerplatzte allerdings sehr bald wie eine übergroße Seifenblase.
Ganze mickrige 20% Zustimmung bescherte das unbelehrbare Wählervolk ihm und den Ideen seiner Mitstreiter.  Tief gedemütigt und beleidigt zog er sich daraufhin in Begleitung seiner getreuen Mannen in den Untergrund zurück, um allen zum Trotz, einen etwas anders gearteten Sieg zu feiern. Er hatte es tatsächlich geschafft, seine Truppe mit  dem Titel der Oppositionsführerschaft zu küren.  Aus dieser Position war der politische Feind am effektivsten zu ärgern und man war jede eigene Verantwortung los. Ein kleiner Trost nach der erlittenen Schmach! „Die roten Muschis“ weiterlesen

Ein stolzer Tag?

 

 

Ehe für Alle !

Der 30.6.2017 wird für viele Menschen als einer der glücklichsten Tage ihres Lebens in die Geschichte eingehen. Endlich haben sich bisher nur zusammen geschriebene Lesben und Schwule von dem diskriminierenden Begriff „verpartnert“ befreien können und dürfen sich nun offiziell als „verheiratet“ bezeichnen, um eine gleichgeschlechtliche Gemeinschaft, evtl. auch mit fremden- oder Partnerkindern, zu konstruieren.

Der neue Slogan „Ehe für Alle“ klingt in meinen Ohren wie „Freibier für Alle“.  Zugreifen und schnell trinken, bevor es schal wird.
Dieser Spruch wertet eine gleichgeschlechtliche Verbindung keinesfalls auf, verursacht aber bei bisher „normalen“ Familien sicherlich einen faden Beigeschmack. „Ein stolzer Tag?“ weiterlesen